Denkmalchor Leipzig

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Der Denkmalchor zählt zu den profiliertesten Chören der Stadt Leipzig. Mit dem Völkerschlachtdenkmal Leipzig verfügt der Denkmalchor über eine Konzertstätte von außerordentlicher Qualität und Ausstrahlung. Die Aufführungen von weltlicher und geistlicher Vokalmusik durch den Denkmalchor im Völkerschlachtdenkmal sind aufgrund der besonderen akustischen Verhältnisse und eines außergewöhnlichen Raumklangs einzigartig in der mitteldeutschen Chorlandschaft. Je nach Anlass – und in unterschiedlichste thematische Programmideen eingebettet – führt der Denkmalchor Musik von der Renaissance bis hin zur zeitgenössischen Musik auf. Neben der traditionellen Chorliteratur ist es dem Denkmalchor ein wichtiges Anliegen, auch eine Plattform für ungewöhnliche Besetzungen und experimentelle Aufführungskriterien zu bieten. So nutzt der gemischte Chor unter Einbezug der verschiedenen Ebenen im Völkerschlachtdenkmal die unterschiedlichen Möglichkeiten des Raumklangs. Der Denkmalchor pflegt langjährige Beziehungen zu seinen Partnerchören in Frankreich und Russland.

Die Tradition der Leipziger Chorkonzerte im Völkerschlachtdenkmal ist so alt wie das Bauwerk selbst, ja bereits seine Errichtung wurde von Konzerten begleitet. Zur Eröffnung des Denkmals im Jahr 1913 soll der Kaiser die "bewunderswerte Akustik" lobend hervorgehoben haben. Nicht zuletzt deshalb hatte in der Folgezeit der sogenannte "Domchor" des Völkerschlachtdenkmals unter Gustav Wohlgemuth regelmäßig aufgeführte Chormusik im Denkmal etabliert. Erst mit dem Tod Wohlgemuts wird die Reihe regelmäßiger Konzerte im Denkmal unterbrochen. Am 3. Mai 1940 wurde der Domchor unter Kurt Blau neu gegründet. Ende 1944 kam dann das Chorleben durch die Bombenangriffe auf Leipzig zum Erliegen. Das erste Konzert nach dem Krieg fand am 15. November 1945 aus Anlass der Trauerfeier für den Erbauer des Denkmals, Clemens Thieme, statt. 1955 übernahm der damals 30jährige Musiklehrer Olaf Didam den Chor. Seit der Vereinigung des Domchores mit dem Chor der Sozialversicherung Leipzig im Jahr 1957 trägt der Chor seinen heutigen Namen. Geprägt war die Ära Didams auch von einer wieder verstärkten Hinwendung zum Liedgut aus der Zeit der Völkerschlacht. Erst mit dem Chorleiterwechsel im Jahr 1993 kam es zu einer grundlegenden Neuausrichtung des Chores. Unter Leitung von Sven Kühnast, der den Denkmalchor bis 2012 leitete, wurden neue musikalische Konzepte erarbeitet und die Qualität des Chores stetig verbessert. Nach dem Ausscheiden von Sven Kühnast hat Marcus Herlt den Denkmalchor bis Ende 2012 interimistisch geleitet. Seit Anfang 2013 stand Ingo Martin Stadtmüller dem Denkmalchor vor. Unter seiner Leitung fand im Oktober des Gedenkjahres 2013 die vielbeachtete Uraufführung der Europäischen Friedensmusik 2013 statt. Nach dem beruflich bedingten Ausscheiden Ingo Martin Stadtmüllers im März 2015 hat Philipp Goldmann im April 2015 die Leitung des Denkmalchores übernommen.